Freitag, 28. Dezember 2007

Ron Paul im Fernsehen als Spinner bezeichnet

Allmählich scheinen die Neokonservativen Angst vor Ron Pauls Popularität zu bekommen: Anders kann man sich das unhöfliche, unsachliche und beleidigende Verhalten der Neocon-
TV-Journalisten kaum erklären.

Der Anlass für die neuste Schmutzkampagne war die folgende Szene aus dem Interview mit Tim Russert in der Sendung "Meet the Press":


Aus Sicht der Neokonservativen hat Ron Paul hiermit offensichtlich zwei ihrer goldenen Regeln verletzt:

1.) Hinterfrage niemals einen Krieg, auch wenn noch so viele Menschen dabei sterben bzw. gestorben sind.
2.) Stelle nie unser simplifiziertes und idealisiertes Geschichtsbild in Frage. Wir mögen weder interessante, alternative Sichtweisen, noch möchten wir uns mit Büchern von andersdenkenden Historikern rumschlagen.

Der Neocon-Protagonist Bill Kristol (Mitbegründer und stellvertretender Direktor des Project for the New American Century (PNAC) und Mitautor der Bush-Doktrin) gibt sich gar nicht erst die Mühe, sich mit Ron Pauls Positionen differenziert auseinander zu setzen, sondern verbreitet lieber diskreditierende Halbwahrheiten über die Ansichten dieses "Spinners" (engl.: crackpot; crank):


Sehr viel schwieriger werden die Angriffe für die Neocon-Journalisten, wenn Paul die Chance erhält, auf ihr Geplapper zu antworten:



Abraham Lincoln - der makellose, edle Befreier der Sklaven?
"Ich will klarstellen, daß ich nicht das Ziel verfolge –und es auch nie verfolgt habe –, für die soziale und politische Gleichheit zwischen der weißen und der schwarzen Rasse einzutreten, daß ich nicht dafür bin –und es auch nie war -, aus den Negern Wähler zu machen oder sie als Mitglieder von Schwurgerichten zuzulassen, ihnen den Zugang zu Ämtern zu öffnen oder ihnen die Heirat mit Weißen zu gestatten; ich möchte hinzufügen, daß zwischen der weißen und der schwarzen Rasse ein physischer Unterschied besteht, der meiner Überzeugung nach in alle Zukunft verhindern wird, daß die beiden Rassen in sozialer und politischer Gleichheit zusammenleben. […] Es muß eine Rangordnung geben, einen Höheren und einen Tieferen, und ich bin dafür, daß die weiße Rasse die Stellung des Höheren einnimmt."
Abraham Lincoln (Lincoln-Douglas Debatten, 1858)

Kommentare:

pocemon hat gesagt…

Interessant wäre zu wissen, warum seine eigene Partei gegen ihn schiesst?

Einen Grund muss es doch geben.

Ich erinnere an die Radio-Sendung in der Westschweiz?

Was hat man gegen Ron Paul und kann dieser Krieg gegen ihn, sogar ein Vorteil werden:

Ein Märtyrer hat meistens beim Volk erfolg, oder?

poc

pocemon hat gesagt…

Am Dienstag wissen wir schon mehr:

Zwei Tage vor dem Start der Vorwahlen in den USA haben sich Barack Obama bei den Demokraten und Mike Huckabee bei den Republikanern die beste Ausgangsposition verschafft.

http://www.20min.ch/news/dossier/uswahlen/story/29306439

Und am 5. Februar 2008 kennen wir die 2 Kandidaten.

poc

Persepolis hat gesagt…

Von Abraham Lincoln wird doch auch gerne gesagt, daß er den Satz prägte: "Ein geteiltes Haus steht nicht gut" o.ä. , d.h er verfolgte mit dem Bürgerkrieg das Ziel, die USA zu einen.

kirill hat gesagt…

nein, ernsthaft leute.

die ganzen youtubefilmchen sind vielleicht lustig - aber sowas von uninformativ.

ron paul ist wirklich ein "spinner". in eigentlichem sinne.

ein mann, der verscuht "liberal" zu denken - sich auf die verfassung so stark bezieht und von der tatsache absieht, dass die welt sich verdamnntnochmal sehr stark verändert hat seit der gründung amerikas.

es gibt grosse probleme, in amerika. und ron pauls vorschlag wäre es die einkommenssteuer ganz zu streichen - hallo?
in einem land, in dem die superreichen (hedge-fund manager) doppelt so wenig besteuert werden, wie der normalsterbliche.. in einer solchen situation sollte jetzt für alle die einkommenssteuer reduziert werden? das ist schwachsinnig.
man sollte genau diese wichtige steuerquelle für die reichsten 0,01% amerikas massiv erhöhen und mit disem geld eine anständige gesundheitspolitik aufbauen.

ich stimme mit seiner haltung zum krieg in iraq ein - aber man sollte nicht vergessen, in welchem zustand sich das land nun befindet. deshalb ist auch dieser magische satz "bring our troops home" - genau so wirkungslos/naiv wie die sätze von guliani - denn die politik und ich meine die realpolitik ist weitaus komplexer und beschränkt sich nicht auf ein thema.

ich bin froh, dass obama so einen startschuss erlebt hat - und hoffe, dass er auch der nächste (rationale) präsident des landes wird, und nicht ein 75 jähriger ron-paul, der mir den eindruck macht einfach (auch gesundheilich) zu unqualifiziert für einen solchen mächtigen beruf zu sein